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Publikation: Flugmuster und Mindestabstände …

Publikation: Flugmuster und Mindestabstände …

Im Rahmen des RoniaH-Projektes haben wir uns in den vergangenen Monaten die Flugdistanzen brütender Rotmilane in Relation zur deren Horststandort angeschaut. Die Ergebnisse stellen wir in den Kontext der Planung zur Standortwahl von Windkraftanlagen. Derzeit weichen die Planungsverfahren und Abstandsempfehlungen der Bundesländer noch bezüglich der geltenden Prüfbereiche von Windkraftanlagen zu Horststandorten ab. In einem aktuellen Artikel (Kröger J, Becker, M. et al. 2025) zeigen wir die Ergebnisse in Relation zu den Werten im BNatschG bzw. der Bundesländer auf …

In der Fachzeitschrift „Die Vogelwelt, Vol 142(3)“ schreibt die Redaktion im Editorial: „Die Ergebnisse bestätigen beeindruckend die Anstandsempfehlung der Vogelschutzwarten für den Rotmilan im sog. Helgoländer Papier und liegen deutlich über den des Bundesgesetzgebers. Ob diese neuen Fakten bei zukünftigen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden?“.

Das Rotmilan-Team

Kröger, J. F., M. Becker, T. Spatz, S. Thorn, N. Farwig, D. G. Schabo & S. Rösner 2025: Flight patterns of breeding Red Kites Milvus milvus inform about minimum distance from wind turbines in forest and open habitats. Vogelwelt 142: 173–190.

Abstract:

Risks of wind turbine collisions are increasing for many wild animal species with the ongoing

expansion of wind turbines in the course of the energy transition in Germany. Especially flying

animals like birds and bats are at direct high risk of collisions with the turbines’ rotor blades.

Soaring raptors are particularly at risk. Of these, the Red Kite is one of the most frequent victims

of collisions at wind turbines in Germany. An important measure to reduce the risk of collisions

in breeding populations is to maintain minimum distances between planned turbines and

known breeding sites. However, distance requirements vary between German federal states.

Telemetry studies enable distance recommendations based on actual movement patterns. They

give insights into habitat-specific space use patterns, which has become particularly necessary

with the planning of new wind turbines at forest sites and the simultaneous lack of precise

specifications for forests. They are also able to show the individual variability of space use. The

aim of our study was to use GPS movement data of 37 adult Red Kites breeding in different

regions of Hesse, Germany, to investigate the distribution of distances flown between known

nest locations and localisation points of flying Red Kites, both independently of the underlying

landscape and differentiated by land use type (forest and open land). Furthermore, we determined

which of the investigated distances could cover a big share of the localisations, when

averaged over the population. The data base of more than 0.6 million localisations from eight

calendar years covered 133 individual breeding seasons. It could be deduced that a distance of

1.5 km between nest and wind turbine should be maintained to protect a share of at least 60 %

of the Red Kites’ localisation points. The differentiation between used landscape types showed

that 60 % of localisations were covered at slightly shorter distances from the nest for flights

over forests than for flights over open land. When considering the individual variability, it

turned out that a proportion of 60 % of all localisation points should be regarded as a minimum

for the protection of the entire population studied. Our large telemetry dataset from Hesse

therefore supports the recommendations by the “Helgol.nder Papier” (LAG VSW 2015) and

provides valuable additions with regard to the landscape usage of Red Kites.

Key words: Red Kite, Milvus milvus, bird of prey, conservation, telemetry, renewable energy, collision risk, human-wildlife conflict

IV. Internationales Rotmilan-Symposium

IV. Internationales Rotmilan-Symposium

Vom 29. Januar – 01. Februar 2026. Auch dieses mal ist die Ausrichtung dieser Veranstaltung wieder in Binaced (Spanien). Als Ergebnis von mehr als 40 Jahren engagierter Arbeit in der Region Binaced zum Schutz von Greifvögeln im Allgemeinen und des Rotmilans im Besonderen. Die Gemeinde Binaced hat eine Besonderheit, die sie zum idealen Ort für das bevorstehende Internationale Rotmilan-Symposium macht: Sie ist eines der wichtigsten Gebiete in Europa mit der höchsten Dichte an Rotmilane während der Wintermonate und möglicherweise eine der Regionen, in denen in den letzten Jahrzehnten die größten Anstrengungen in Forschung und Naturschutz für diese bedrohte und symbolträchtige Art unternommen wurden.

Registrierung und Anmeldungen Beiträgen jetzt offen: https://redkitesymposium2026.com/en

Diese internationale Veranstaltung bietet die perfekte Plattform, um sich über den aktuellsten Wissensstand zum Rotmilan auszutauschen und von Erfahrungen, Techniken und Fachkenntnisse zwischen den Ländern zu lernen. Es sollen Prioritäten für die zukünftige Erforschung und Erhaltung der festgelegt und abgestimmt werden.

Das Rotmilan-Symposium in Spanien 2026.

Im Namen des Organisations- und Wissenschaftskomitees möchten wir Sie ermutigen, an diesem wichtigen internationalen Treffen teilzunehmen, bei dem während aller Vorträge eine Simultanübersetzung in Spanisch und Englisch angeboten wird. Wir laden Sie auch ein, Ihre eigenen Forschungsergebnisse, Schutzbemühungen oder Managementerfahrungen mit dem Rotmilan durch mündliche oder schriftliche Beiträge (Poster) auf dem Symposium zu teilen.

Darüber hinaus wurde ein paralleles Programm mit Aktivitäten organisiert, das allen Teilnehmern offensteht.

Wir sind überzeugt, dass dieses Symposium einen wichtigen Beitrag zum gebündelten Wissen und Schutz der Verantwortungsart beitragen wird.

Wir freuen uns auf Sie und den regen Austausch in der Sache !

Das Team der Tagung !

Auf dem Heimweg …

Auf dem Heimweg …

Seit 10 Tagen ist Bewegung in den GPS-Mustern der telemetrierten Rotmilane. Fünf Tiere sind aufgebrochen. Ein Brutvogel aus Südhessen ist bereits auf der Höhe von Dijon in Frankreich. Vier weitere haben bereits dir Pyrenäen in Richtung Nord-Ost überquert.

Wir wünschen abermals einen sicheren Heimweg und freuen uns auf die Brutsaison 2025 in Hessen.

Schlafplatzzählung

Schlafplatzzählung

Am ersten Wochenende im Januar wurden unter Koordination des DDA e.V. (www.dda-web.de) deutschlandweit Schlafplätze des Rotmilans gezählt. Wir haben auch aktiv mitwirken können und zwei bekannte Schlafplätzen kontrolliert. Erstaunlich: Bei dieser Witterung sind noch einige Rotmilane in Hessen unterwegs. Während einige Tiere in den ersten Januartagen noch durchziehend beobachtet wurden, konnten auch einige besetzte Schlafplätze nachgewiesen werden. So u.a. im Landkreis Marburg-Biedenkopf an einem Schlafplatz 4 Tiere. Weiter Tiere wurden im südlichen Hessen beobachtet.

Weiter Informationen zur Synchronzählung finden sich beim #DDA: https://www.dda-web.de/aktuelles/meldungen/rotmilan-schlafplatzzaehlung-45-januar-2025

Danke an alle in Hessen beteiligten Ornithologinnen

Dana Schabo, Jolina Kröger, Christian Gelpke, Cara Schweiger und Sascha Rösner

Bei nasskaltem Schneewetter im Amöneburger Becken.
Windkraftanlagen: Abstände zu Rotmilan-Horsten

Windkraftanlagen: Abstände zu Rotmilan-Horsten

Im Rahmen des Projektes RoniaH (LSI, HLNUG) haben wir uns die Flugaktivitäten hessischer Rotmilane angeschaut. Wie sich räumliche Verteilung der Aufenthaltsdistanzen zum Horststandort der adulten Tiere gestalten, haben wir getrennt für Offenland und Wald analysiert. Des Weiteren sind die Flugmuster getrennt nach Brutzeitphasen (Revierbildung – Nachbrutzeit) aufgeführt. Einen ersten Eindruck der Ergebnisse zeigt ein Poster von Kröger et al., welches anlässlich der 8. Hessichen Landesnaturschutztagung präsentiert wurde.

Das pdf-Dokument zum Poster finden Sie hier: