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Greta und Ute

Leider ist Greta nicht aus dem Winterquartier zurück gekommen. Sie wurde Opfer des Straßenverkehrs in der Nähe einer Mülldeponie in Spanien (wir berichteten).

Ute kurz vor der Freilassung.

Ute kurz vor der Freilassung.

Natürlich haben wir uns aber im Frühjahr Gretas Horst und die Situation vor Ort (Raum Schlüchtern) angeschaut. Schnell war klar, dass Gretas Männchen offensichtlich eine neue Partnerin gefunden hat und die beiden im vorjährigen Horst zur Brut schreiten wollten. Bei der Kontrolle zum Bruterfolg konnten wir vor zwei Tagen zwei Jungtiere im Horst sehen. Faszinierend war die Beobachtung durch das Teleobjektiv, als das deutlich ältere Jungtier von einem größeren Fleischstück kleinste Stücke abzupfte und an das jüngere Geschwisterlichen verfütterte. Sehr rührende Beobachtung. Unseres Wissen wurde so etwas zumindest noch nicht oft beobachtet.

Da wir ein festes Versuchsdesign für die Auswertung der Bewegungsdaten haben, haben wir uns im Team dazu entschlossen, einen Fangversuch an Gretas Horst anzugehen. Wieder einen besenderten Altvogel in diesem Revier zu haben, wäre wertvoll für das Projekt.

Mausernder unter dem Horst. Wichtiges Material für unsere DNA-Analysen.

Mauserfeder unter dem Horst. Wichtiges Material für unsere DNA-Analysen.

Heute haben wir den Versuch gestartet und tatsächlich Gretas Nachfolgerin gefangen und mit einem neuen Sender ausgestattet, vermessen (1090g), beringt und wieder frei gelassen. Nach Theo war nunmehr dann das „U“ für Ute maßgeblich zur „Taufe“. Allzeit guten Flug, Ute. Und: Danke!