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Update: Brutgeschehen im vollen Gange; Obduktionsbericht Greta…

Update: Brutgeschehen im vollen Gange; Obduktionsbericht Greta…

Augenkontakt. © S. Rösner | pixeldiversity

Augenkontakt. © S. Rösner | pixeldiversity

19 unserer 20 im letzten Jahr besenderten Milane sind im März wieder gesund in heimischen Gefilden gelandet. Seitdem läuft die aufregende Revierbesetzungsphase. Besonders interessant ist, nahezu alle Individuen sind in ihr letztjähriges Brutrevier zurück gekehrt, zwölf haben gar den gleichen Horst wie im Jahr zuvor besetzt. Die übrigen haben in der Regel einen anderen/neuen Horst, nur wenige hundert Meter vom letztjährigen entfernt, innerhalb des gleichen Reviers bezogen. Einzige Ausnahme ist unser Quincy. Zwar flog er zielstrebig seinen letztjährigen Horst an, konnte sich dort offenbar aber nicht gegen einen Konkurrenten durchsetzen. Der letztjährige Horst von Quincy ist von einem anderen Rotmilan besetzt. Seitdem streift er, wohl auf der Suche nach einem anderen Horst und einem Weibchen, umher. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Ehrenamtlern bedanken, die ihre Informationen aus den jeweiligen Beobachtungsregionen mit uns teilen.

Noch sind die Äcker mit dem auflaufenden Getreide etwas offen. Gute Bedingungen etwa zur Jagd auf Kleinsäuger. © S. Rösner | pixeldiversity

Noch sind die Äcker mit dem auflaufenden Getreide etwas offen. Gute Bedingungen etwa zur Jagd auf Kleinsäuger. © S. Rösner | pixeldiversity

Vor zehn Tagen dann der erste Brutnachweis unserer Tiere – auf Piotreks Horst wird gebrütet. Seitdem häufen sich Nachweise: Agathe, Berta, Conny… alle sind am brüten. Wir sind gespannt wie erfolgreich unsere Tiere in diesem Jahr bei der Jungtieraufzucht sein werden.

Rotmilan-Jagdhabitat im Frühling. © S. Rösner | pixeldiversity

Rotmilan-Jagdhabitat im Frühling. © S. Rösner | pixeldiversity

Unterdessen haben wir auch Rückmeldung aus Spanien bekommen. Die vorläufigen Obduktionsergebnisse Gretas liegen vor. Am 15. Dezember haben wir berichtet, dass Greta von KollegInnen in der Nähe von Sevilla tot geborgen wurde. Die Nähe des Fundortes zu einer Deponie sowie die Fundsituation selbst ließ die Vermutung zu, dass Greta an einer Vergiftung starb. Da Rotmilane auch in Spanien streng geschützt sind haben die örtlichen Naturschutzbehörden eine Obduktion veranlasst. Bei dieser konnte jedoch kein Gift nachgewiesen werden. Stattdessen hatte Greta mehrere schwere Traumata und Brüche erlitten, sodass davon auszugehen ist, dass Greta an der nahe gelegenen Straße mit einem Auto oder LKW kollidiert ist. Greta ist demnach kein Vergiftungs-, sondern ein Verkehrsopfer. Unabhängig von der Ursache bleibt es ein trauriger Verlust.

Brutbeginn bei den Rotmilanen. Man erkennt den überstehenden Gabelschwanz. © pixeldiversity

Brutbeginn bei den Rotmilanen. Man erkennt den überstehenden Gabelschwanz. © S. Rösner | pixeldiversity

Wir sind jetzt damit beschäftigt, alle Horststandorte und Brutpaare zu kontrollieren und Daten zur Landnutzung zu erheben. Verschiedene Äcker werden derzeit erst bestellt, andere wachsen schnell, zeigen nur noch wenige Offenbereiche mit Rohboden. Der Raps fängt an zu blühen. Wir sind sehr gespannt, wie sich die Brutsaison 2018 so weiter angeht und hoffen natürlich, dass alle unsere Sendermilane gut durch die Brutzeit kommen. Wir werden ab und an berichten.

Letzte Arbeiten am Horst. Ab und an werden noch Äste gebracht. © S.Rösner | pixeldiversity

Letzte Arbeiten am Horst. Ab und an werden noch Äste gebracht. © S.Rösner | pixeldiversity

Beste Frühlingsgrüße an alle Greifvogelfans
Das Rotmilane.de-Team 

Olga ist zu Hause

Als erste unserer besenderten Milane ist Olga gestern wieder in Hessen angekommen. Am 10.2. hatte sie ihr Winterrevier im südwestlichen Frankreich verlassen und die rund 1000 km Zugweg somit in nur elf Tagen hinter sich gebracht. Seit heute hält sie sich im gleichen Revier im Taunus wie im Jahr zuvor auf. Wir hoffen, dass sie dort auch in diesem Jahr erfolgreich brütet.

Agathe hat indes Piotrek deutlich überholt. Die beiden sind zusammen mit fünf anderen von uns besenderten Milanen (Conny, Laia, Emil, Selma und Berta) aktuell noch in Frankreich.

Mia hingegen hängt bereits seit einigen Tagen auf der spanischen Seite vor den Pyrenäen. Sie hält sich rund 80 km südöstlich von der Stelle, die unsere Milane bisher zum Überfliegen des Gebirgsmassivs genutzt haben, im Norden der Pyrenäen auf. Wir sind gespannt, ob sie uns eine neue Route zeigt oder ihren Weg noch anpasst.

Jan-Ole, Rapida, Quincy und auch Karl haben sich nun auch auf den Weg gemacht, stehen jedoch noch ganz am Anfang ihrer langen Reise. Nun sind es nur noch sechs Tiere, die noch nicht gestartet sind.

Unsere Karte der Frühjahrszugwege wird in den nächsten Tagen wieder aktualisiert.

 

Der Rotmilan (Milvus milvus: Portrait eines europäischen Greifvogels. © pixeldiversity

Olga ist die erste, der von uns besenderten Milane, die wieder in Hessen und ihrem letztjährigen Revier angekommen ist. © pixeldiversity

Weitere Rotmilane gestartet

Schon mehr als eine Woche ist unser Piotrek nun unterwegs. Letzte Woche hat er bereits die Pyrenäen überquert. Er befindet sich weiter auf Nord-Ost-Kurs und ist aktuell in West-Frankreich, etwa 100 km westlich von Toulouse.

Währenddessen haben sich bereits Ende letzter Woche noch weitere Tiere auf die Heimreise gemacht. Nachdem Agathe uns Ende Januar mit ihrem kurzen Ausflug schon einmal glauben ließ, dass sie die ihren Frühjahrszug gestartet hat, hat sie nun am 8.2. ihr Überwinterungsgebiet endgültig verlassen. Seit dem fliegt sie kontinuierlich in den Nord-Osten. Heute hat sie leider keine Daten gesendet – das kann insbesondere in Gegenden mit schlechter Handy-Netz-Abdeckung schon mal vorkommen. Gestern war sie nur noch 70 km von Pamplona entfernt, somit steht für sie in den nächsten Tagen nun auch die Pyrenäen-Etappe an.

Olga hingegen hat sich diese Anstrengung von vornherein erspart und den Winter im süd-westlichen Frankreich verbracht hat. Sie ist seit Samstag unterwegs und hat die Außenbezirke von Toulouse bereits überflogen. Mittlerweile ist sie etwa 120 km weiter nord-östlich.

Und auch Emil scheint sich in Richtung Sommerhabitat zu bewegen. Aufgrund eines Defekts seines Senders bekommen wir von ihm nur noch unregelmäßig einzelne Positionen. Doch die über die letzten Wochen zusammenkommenden Einzelortungen zeigen, dass er sich zuletzt deutlich weiter östlich aufhielt, als bei den Ortungen zuvor. Wir hoffen ihn trotz des defekten Senders in seinem letztjährigen Bruthabitat wieder zu finden.

Wir haben zwischenzeitlich eine neue Karte zum Frühjahrszug unserer Rotmilane online gestellt. Diese Karte enthält keine Live-Daten, sondern wird von uns regelmäßig manuell mit neuen Daten bestückt. Es lohnt immer wieder mal vorbei zu schauen.

 

Unter www.rotmilane.de/fruehjahrszug-2018/ stellen wir wieder eine Karte zur Verfügung, auf der die Zugwege unserer besenderten Rotmilane verfolgt werden kann.

Piotrek erreicht Frankreich

Während sich alle anderen von uns besenderten Rotmilane nach wie vor in ihren Winterrevieren aufhalten, zieht es Piotrek nach Hause. Vor etwa einer Stunde hat er die Grenze zwischen Spanien und Frankreich überquert und somit die Pyrenäen-Etappe hinter sich gebracht.

Am 31.01.2018 hat er sein Winterrevier in der Provinz Zamora verlassen. Nach einem eintägigen Zwischenstopp am 02.02.2018 etwa 50 km westlich von Burgos ist er seit dem wieder auf Nord-Ost-Kurs. Insgesamt hat er auf seiner bisher einwöchigen Rückreise bereits rund 500 km zurückgelegt.

Die Rückreise beginnt

Früher als erwartet treten unsere Milane ihre Heimreise an. Vor drei Tagen hat Piotrek sein Überwinterungsgebiet südlich von Leòn, Spanien, verlassen und ist seit dem auf nord-ost Kurs unterwegs. Burgos hat er bereits hinter sich gelassen, so dass er, gute Thermik vorausgesetzt, in den nächsten Tagen die Pyrenäen überqueren wird.

Auch Agathes Daten ließen gestern vermuten, dass sie sich auf den Heimweg macht. Tagszuvor war sie etwa 100 km in nord-östliche Richtung geflogen. Doch scheinbar hat sie es sich nochmal anders überlegt. Die heute übermittelten Daten zeigen, dass sie gestern wieder in ihr Winterrevier südlich von Badajoz an der portugiesisch-spanischen Grenze zurück gekeht ist. Wir sind gespannt wann sie erneut startet.

In den nächsten Wochen werden wir wieder verstärkt über den Heimzug unserer besenderten Milane berichten. Eine regelmäßig aktualisierte Karte zum Verfolgen der Zugewege wie während des Herbstzuges ist bereits in Planung und wird demnächst online gehen.